Ruhe in Frieden – oder: Don’t try this at home!

Zwei Bilder sagen mehr als tausend Worte:

 

Was war geschehen?

Spät nachts wollte ich den Kopter wie hier im Video kurz vorführen. So weit, so gut. Aber irgendwie reagierte der Mikrokopter nicht. Und nun die zwei Fehler, die mir einen echt tiefen Schnitt im Ringfinger einbrachten:

  1. Die Stromversorgung lief über den Akku.
  2. Ich drückte nur mal eben auf Reset.

Genauer: Die selbst geschriebene Software auf dem ARM-Board macht(e) nach einem Reset für zwei Sekunden ein bestimmtes Signal an die ESCs. Und zwar: Zwei Sekunden Vollgas.

Das erklärt es wohl. Der Kopter gab also „ohne Vorwarnung“ zwei Sekunden unkontrolliert und mit der vollen Strompower des 5000 mAh/30C-Akkus Vollgas!

Tja, da half auch der refexartige (dämliche) Griff in den Kopter nichts (um ihn vom Abheben aufzuhalten).

Merke: Nicht Freitagnacht nach einem langen Arbeitstag und einem langem Podcast müde versuchen eine Mikrokopter zum Laufen zu bringen…

Im Ergebnis kann ich letztendlich froh sein, dass es nur eine kleine Schnittwunde gab und keines der im ganzen Arbeitszimmer verteilten, extrem zersplitterten Propeller nicht ins Auge gelangt sind.

Der Kopter ist übrigens fast komplett hin: Verzogener Rahmen, gebrochene Landebeine. Der Mikrokopter ist tot, es lebe der Mikrokopter. ;-)

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Verkabelung und erster Motortest des Hexakopters

Angekommen auf dem aufgeräumten Schreibtisch, ;-) ist es an der Zeit mal zu sehen, ob die Ebay No-Name ESCs gut funktionieren. Hierzu wurde für das bekannte STM32F4 Discovery-Board Code geschrieben, der die erforderlichen Signale an den ESC sendet. Die „Befehle“, also die Geschwindigkeit, wird hier über die USB/serielle Schnittstelle und ein Terminmalprogramm vom Mac zum STM32F4-Board gesendet. Dieses gibt dann per PPM (ähnlich PWM) die Signale an den ESC. Der ESC ist die mit gelbem Schrumpfschlauch überzogene Platine unten in der Mitte auf dem Bild.

 

Das Video dazu gibt es auch hier!

Die ESCs wurden zuvor noch mit Goldsteckern versehen. Um diese ordentlich löten zu können (dafür braucht man schon mal 400° an der Lötstation!), ist ein Loch in einer Holzleiste sehr hilfreich. Anfassen möchte man die Stecker beim Löten eher nicht! ;-)

  

Nun alles verkabelt…

Und „Gib ihm!“. Okay, natürlich nur soviel, dass er nicht abhebt. Die „Geschwindigkeit“ der Motoren, werden simpel im Terminal-Programm eingegeben.

 

 

Video gefällig? Bitte sehr!

Und hier noch einmal als Stillleben… (lustig, drei L)

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